Spartipps - Heizung
Die Energiekosten für die Heizung und Warmwasserbereitung lassen sich deutlich reduzieren, wenn man einige einfache Regeln beachtet. Damit Sie Ihr Geld nicht buchstäblich zum Fenster rausheizen, haben wir Ihnen folgende Punkte zusammengestellt, auf die es ankommt:
Einsatz einer effizienten Heizungsanlage
Die effizienteste Art der Kostenreduzierung bietet eine neue energiesparende Heizungsanlage. Sie verbraucht rund 30 bis 40% weniger Energie als eine alte Anlage. Deshalb sollten Anlagen, die älter sind als 15 Jahre, baldmöglichst ausgetauscht werden. Auf Grund der enormen Energieeinsparung amortisieren sich die Neuanlagen innerhalb weniger Jahre. Sehr empfehlenswert sind Erdgas-Brennwertgeräte - sie arbeiten mit höchster Effizienz, da sie auch die Wärme des Abgases nutzen. Der Dauerbetrieb von elektrischen Heizungslüftern ist Energie- und Geldverschwendung!
RICHTIG HEIZEN:
Heizkörper freihalten!
Versperren Sie der Wärme nicht den Weg!
Nackte Heizkörper sind nicht immer ein schöner Anblick, aber normalerweise die beste Gewähr dafür, dass sich die Wärme ungehindert im Raum ausbreiten kann. Lange Vorhänge, ungünstig plazierte Möbel und auf die Heizkörper montierte Trockenstangen mit Handtüchern, Wäsche etc. können bis zu 20 Prozent Wärme schlucken. Deshalb die Heizkörper nicht verstellen!
Richtig isolieren!
Lassen Sie die Wärme nicht entweichen!
Schließen Sie nachts Ihre Rolläden und die Vorhänge, damit die Wärmeverluste durchs Fenster verringert werden. Isolieren Sie auch Ihre Heizkörpernischen. Dadurch lassen sich bis zu 4 Prozent Heizkosten sparen!
Wärme dosieren!
Überheizen Sie Ihre Wohnung nicht!
Manche mögen`s heiß - und wundern sich dann über ihre hohe Heizkosten. Bedenken Sie immer: pro Grad Raumtemperatur mehr müssen Sie mit rund 6 Prozent höheren Energiekosten rechnen. Deshalb sollte die Raumtemperatur nicht mehr als 20°C betragen und in der Nacht um fünf Grad abgesenkt werden. Eine moderne Heizungsregelung regelt auch Ihre Heizkosten! Der Nutzen einer modernen Heizungsregelung mit Thermostatventilen, automatischer Nachtabsenkung etc. ist nicht teuer, hilft Ihnen aber, viel Geld und Energie zu sparen.
RICHTIG LÜFTEN:
Das Problem:
Die Aufnahmefähigkeit der Luft für Feuchtigkeit, also für Wasserdampf, hängt von der Temperatur ab: Je wärmer die Luft ist, umso mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Das bedeutet, dass sich die Luft an kalten Flächen (z.B. auf Wänden, Fensterscheiben...) abkühlt und sich dort der Wasserdampf in Form von Wassertropfen als Tauwasser niederschlägt.
Die Gefahren:
Die Gefahr der Bildung von Schimmelpilzkulturen ist hier besonders groß. Denn in der Luft sind neben Bakterien, Pollen und Staub auch immer große Mengen von Pilzsporen enthalten.
Tipps zum richtigen Lüften und zur Vermeidung von Feuchtschäden:
> Lüften Sie viermal am Tag möglichst fünf Minuten im "Durchzug"
Bei gemäßigter Witterung auch länger und öfter - und schließen Sie dabei das Heizkörperventil!
> Vermeiden Sie Dauerlüftung während der Heizperiode
z.B. durch Kippstellung der Fenster. Das ist Energieverschwendung und führt außerdem zu
starker Abkühlung der Wände, speziell des Fenstersturzes. Hier kann sich dadurch Tauwasser
bilden.
> Lassen Sie große Wasserdampfmengen nach draußen entweichen,
d. h. lüften Sie nach dem Duschen oder Kochen unverzüglich die betroffenen Räume.
> Halten Sie Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen.
So wird verhindert, dass warme, feuchte Luft in die kühleren Räume eindringt und sich an kalten
Wänden und Fenstern niederschlägt.
> Rücken Sie die Möbel 5 cm von der Außenwand ab.
Große Möbelstücke behindern die Zirkulation der Raumluft und tragen zur Bildung von feuchten
Ecken bei, wenn sie zu dicht an den Außenwänden stehen.
Wärmedämmung beachten
Gleich ob Sie mit Strom, Gas oder Öl heizen. Wer Haus und Wohnung gegen Kälte gut abdichtet, spart meist mehr Geld als er denkt. Während moderne Neubauten in der Regel vorbildlich gedämmt sind, verlieren Altbauten noch oft unnötig viel Wärme. Im Schnitt entweichen bei alter Bausubtanz rund 30 Prozent der Energie durch die Außenwand, 20 Prozent durch Fenster, Türen und Dach sowie etwa 15 Prozent durch den Keller. Eine gute Dämmung ist somit in jedem Fall auch eine rentable Investition.
Viele weitere Tipps und verschiedene Auswertungsmöglichkeiten Ihres bestehenden oder geplanten Heizsystemes erhalten Sie auf der Internetseite des VKU (Verband Kommunaler Unternehmen): EnergieSparRatgeber .






