Spartipps - Strom
Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde Energie entlastet unsere Umwelt und hilft Kosten sparen - sowohl beim Verbraucher als auch bei der Strom-Erzeugung. Wir möchten Ihnen deshalb mit den Strom-Spartipps Anregungen geben, wie man beim Strom ohne Komforteinbuße sparen kann.
Sie tragen zur Kostendämpfung in der Stromversorgung bei, wenn Sie Geräte mit hoher Leistung (z.B. Waschmaschine, Wäschetrockner, Geschirrspüler etc.) nicht tagsüber, sondern erst am Abend nach 18:00 Uhr, oder besser noch, zu unseren Niedertarif (NT)-Zeiten betreiben:
Täglich von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr
Am Wochenende Samstag 13:00 Uhr bis Sonntag 22:00 Uhr
An den in München geltenden gesetzlichen Feiertagen 06:00 bis 22:00 Uhr
Wenn Sie einen deutlichen Anteil (mehr als ca. 50 %) Ihres Strom-Verbrauches in diese Zeiten verlagern können, kommt möglicherweise unser vergünstigter Schwachlasttarif in Frage.
Sollte ein Strompreisvorteil - auf der Grundlage Ihrer eigenen Einschätzung - erreichbar sein, dann muss noch ein eingetragener Elektroinstallateur Ihren Zählerplatz prüfen und vorbereiten, sowie den Einbau eines Zweitarif-Stromzählers mit Tarifschaltgerät bei unserem Netzbetrieb beantragen.
Dadurch entstehen zusätzlich Handwerker- und Zählermontagekosten, die mit berücksichtigt werden müssen.
Ist dieser Zweitarif-Stromzähler eingebaut, kann beim Bezug von Strom Geld gespart werden.
Problematisch wird die kosequente Nutzung der Schwachlastzeiten in Mehrfamilienhäusern. Denn wenn die Waschmaschine ausschliesslich zur besten Nachtzeit wäscht und schleudert, wird sich die Akzeptanz der Nachbarn neben/über/unter Ihrer Wohnung in Grenzen halten.
Europäische Energiekennzeichnung
Achten Sie bereits beim Kauf von neuen Elektrogeräten nicht nur auf den Preis, sondern auch auf deren Verbrauch. Manches - in der Anschaffung günstige - Gerät ist auf die Dauer im Betrieb sehr teuer.
Elektro-Großgeräte sind mit dem nebenstehenden Etikett gekennzeichnet, welches den Energieverbrauch angibt.
Darunter fallen: Kühl- u. Gefriergeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockener, Waschtrockner, Geschirrspülmaschinen, Elektrobacköfen, Raumklima-geräte, sowie Lampen.
Eine Skala von A bis G teilt die Geräte in unterschiedliche Klassen ein. Hierbei steht A für "absolut sparsam" und G für "gefrässig".
Als Faustregel gilt: Elektrogeräte der Klasse A verbrauchen nur halb soviel Strom wie Geräte der Klasse G. Lassen Sie sich beim Kauf solcher Geräte von Ihrem Händler z.B. unseren Kooperationspartnern Elektro Bösch und Elektrofachmarkt Stecher in Wasserburg beraten.
Tipps zur Nutzung von Elektrogeräten
Nicht nur in der Anschaffung kann man Geld sparen, sondern auch bei der Nutzung der Geräte.
Hier finden Sie einige Energiespartipps:
Kochen - Backen - Braten
Diese Geräte werden zwar nur zeitlich befristet eingesetzt, haben aber in der Regel hohe Anschlussleistungen
> Vorheizzeiten kurz halten oder ganz entfallen lassen
> Rechtzeitig auf eine niedrigere Einstellung umschalten bzw. von Anfang an die richtige Einstellung wählen
> Während des Garens nicht unnötig Kochtopf oder Backofentür öffnen
> Nachwärme ausnutzen, bis zu ca. 10 Minuten möglich
> Umluftbacköfen mit Ventilator verbrauchen im Vergleich zum herkömmlichen Backöfen - je nach Nutzungsanwendung - bis zu 25-40% weniger Energie
> Vollraumnutzung berücksichtigen (z.B. mehrere Backformen - bei Umluftbacköfen auch mehrere Backbleche - oder verschiedene Speisen gleichzeitig in den Backofen geben)
> Nur größere Mengen (ab 1 kg) im Backofen zubereiten
> Bei Gerichten mit langer Gardauer den Dampfdruck-Kochtopf einsetzen
> Nutzen Sie immer Topfdeckel; fehlende, undichte oder zu kleine verursachen bis zu dreifachen Energieverbrauch
> Glasdeckel auf Kochtöpfen oder Pfannen ermöglichen das Beobachten der Speisen ohne Abheben
Kühlen - Gefrieren
Diese Geräte haben zwar relativ geringe Anschlussleistungen, sind aber das ganze Jahr hindurch in Betrieb
> Kühl-/Gefriergeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Wärme abstrahlenden Geräten (z.B. Herd) aufstellen
> Lüftungsgitter/Wärmetauscher freihalten
> Optimale Temperatureinstellung beachten
> Türen/Deckel nicht unnötig oft und lange öffnen
> Gefriertruhen haben weniger Kälteverluste als Gefrierschränke beim Öffnen
> Gefrierschränke bieten mehr Komfort beim Bedienen
> Lebensmittel nur abgekühlt und abgedeckt bzw. in gefriergeeignetem Verpackungsmaterial in die Geräte stellen
> Rechtzeitig abtauen (1- bis 2-mal pro Jahr oder bei einem Reifansatz ab 0,5 cm) und reinigen
> So genannte "No-Frost"-Gefriergeräte brauchen nicht abgetaut zu werden, sind aber teuer
> Beachten Sie, dass die Energiekennzeichnung bei Kühl-/Gefriergeräten über A hinausgeht, A+ und A++ sind noch effizienter
Waschen - Trocknen - Spülen
Diese Geräte werden zwar nur zeitlich befristet eingesetzt, haben aber in der Regel hohe Anschlussleistungen
> Fassungsvermögen voll ausnutzen - möglichst keine Teilmengen (Wäsche / Geschirr sammeln)
> Vorwäsche / Vorspülen nur bei sehr starker Verschmutzung von Wäsche / Geschirr
> Gering verschmutzte/s Wäsche / Geschirr mit Kurz- oder Sparprogramm säubern
> Sparprogramme bieten eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs gegenüber Normalprogrammen
> Maximal hohe Schleuderdrehzahlen beim Wäschewaschen verkürzen die anschließenden Trockenzeiten der Wäsche, bzw. verringern den Energieeinsatz des Wäschetrockners deutlich
> Wäschetrockner im gut belüftetem Raum oder mit Außenanschluss betreiben; Filter/Kondensator regelmäßig reinigen
Computer & Co.
Diese Geräte haben relativ kleine Anschussleistungen, laufen aber oft lange Zeiträume unkontrolliert
> Möglichst alle Geräte des Rechnersystems (PC, Monitor, Drucker...) an einer schaltbaren Steckerleiste anschließen, durch gleichzeitiges Abschalten aller Geräte werden unnötige Stromverluste durch Bereitschafts-Betrieb (stand-by) vermieden
> Schalten Sie Ihren Computer aus, wenn eine längere Unterbrechung der Arbeit vorhersehbar ist
Unterhaltungselektronik
Diese Geräte haben relativ kleine Anschussleistungen, laufen aber oft lange Zeiträume im Bereitschaftsbetrieb
> Schalten Sie bei Anlagen mit Einzelkomponenten die entsprechenden Geräte nur dann ein, wenn Sie diese wirklich nutzen
> Ziehen Sie bei absehbarer längerer Nicht-Benutzung (z.B. Urlaub) den Netzstecker der Geräte
> Eventuell lohnt der Anschluss mehrerer Geräte an eine schaltbare Steckerleiste
> Für HiFi-Anlagen sind "Master/Slave"-Steckerleisten interessant, das Einschalten des Verstärkers/Receivers (Master) schaltet automatisch die anderen Komponenten z.B. Kassettendeck, CD-Player, Plattenspieler, Tuner etc. (Slave) zu
> Ein neues Fernsehgerät verbraucht deutlich weniger Energie als ein Altgerät
Beleuchtung
Der Anteil am Stromverbrauch wird häufig überschätzt, trotzdem lässt sich hier wegen der oft langen Brenndauer etwas einsparen
> Anzahl der eingeschalteten Lichtquellen reduzieren
> Allgemeinbeleuchtung verringern; Arbeitsplatz/-bereich-Beleuchtung betonen
> Helle Farben für Wände, Decken und Fußböden verwenden
> Lichtquellen und Leuchten regelmäßig reinigen
> "Energiesparlampen" verbrauchen bei gleicher Lichtausbeute ca. 80 % weniger Energie als "normale" Glühlampen, die Mehrkosten werden langfristig durch die Einsparung weit übertroffen
> Noch deutlich sparsamer und extrem langlebig sind die neuartigen LED-Lampen; allerdings sind derzeit die Kosten dafür noch sehr hoch und die Lichtmengen sehr begrenzt






